Gutschein gegen Bargeld tauschen
Du bekommst die Bezahlkarte und nur 50 € Bargeld im Monat? Wenn du mehr
Bargeld brauchst, dann lass uns tauschen!
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Kaufe einen Gutschein in den Geschäften
Aldi, Lidl,
Edeka,
Kaufland,
Rewe oder
DM für 50€
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Bringe den Gutschein zu einer Tauschstelle!
Hier
bekommst du für die Gutscheine Bargeld.
Wo?
Diakoniekirche Luther
Lutherstraße 2-4
68169
Mannheim
Wann?
Jeden 2. Mittwoch im Monat von 16:30 Uhr bis 19:00 Uhr.
Die nächsten Termine:
- Mittwoch, 10.12.
- Mittwoch, 14.01.
- Mittwoch, 11.02.
- Mittwoch, 11.03.
- Mittwoch, 08.04.
Gutscheinausgaben
Du bist solidarisch mit Menschen mit Bezahlkarte und magst bei unseren
Aktionen mitmachen? Hol dir deinen Einkaufsgutschein bei einer unserer
Ausgabestellen!
Wo gibt es Gutscheine?
ewwe longt´s
Kobellstraße 20
68167 Mannheim
Freitag 19:00 - 22:00 Uhr
Basement Bikes
Werftstraße 29
68159 Mannheim
Dienstag 10:00 - 13:00 Uhr, 14:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag 16:00 -
20:00 Uhr
Café Arranca im ASV Mannheim
Beilstraße 12
68159
Mannheim
Jeden 3. Sonntag im Monat ab 19:00 Uhr
Je nach Verfügbarkeit gibt es meist Guscheine von
Aldi, Lidl,
Edeka, Kaufland,
Rewe oder DM für
50€
Seit Ende 2024 wird deutschlandweit die Bezahlkarte für geflüchtete
Menschen, die unter das 'Ayslbewerberleistungsgesetz' fallen,
eingeführt. Die Einführung der Bezahlkarte führt sowohl auf Seiten der
Geflüchteten, als auch auf der der Verwaltung zu enormen Problemen und
wird von Flüchtlingsorganisationen insgesamt als rassistisches
Instrument beschrieben. Deswegen haben wir uns in Mannheim als
Initiative ‚Bezahlkarte Stoppen Mannheim‘ gegründet, um Tauschbörsen zu
organisiert, den Geflüchteten zu helfen und uns gegen diese rassistische
Symbolpolitik zu wehren.
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Was ist die Bezahlkarte?
Geflüchtete, die unter das 'Asylbewerberleistungsgesetz' fallen,
bekommen das Geld, das ihnen zusteht über die Bezahlkarte, statt Bar
oder auf ein Konto. Die Bezahlkarte sieht aus wie eine normale
EC-Karte, funktioniert aber ganz anders. Es können monatlich nur 50€
Bargeld abgehoben werden und Überweisungen sind nur sehr eingeschränkt
möglich. Diese Einschränkungen sind massiv hinderlich für die
Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und gelungene Integration.
Warum ist die Bezahlkarte problematisch?
Egal ob auf dem Flohmarkt, auf dem Wochenmarkt oder für das Pausenbrot
der Kinder in der Schule - Bargeld ist in Deutschland enorm wichtig
und die Einschränkung von 50€ pro Person eine unnötige Erschwerung des
Lebens und pure Diskriminierung. Zudem akzeptieren nicht alle Läden
die Bezahlkarte als Zahlungsmittel. Auch Überweisungen sind in allen
Lebensbereichen unumgänglich. Der Mitgliedsbeitrag in einem Verein,
das Deutschlandticket, der Stromanbieter - um am gesellschaftlichen
Leben teilnehmen zu können, brauchen wir die Möglichkeit Überweisungen
tätigen zu können, doch mit der Bezahlkarte ist dies - wenn überhaupt
- nur nach expliziter Freigabe möglich und baut damit enorme
Integrationshürden auf, statt ab. Ständige technische Fehler,
datenschutzrechtliche Probleme oder rechtswidrige Gebühren sind nur
ein paar von vielen Problemen, die es mit der Bezahlkarte gibt, ganz
zu schweigen von einem enormen Mehraufwand der Verwaltungen.
Warum wurde die Bezahlkarte eingeführt?
Beschlossen wurde die Einführung der Bezahlkarte vom Bund und von den
Ministerpräsidenten der Länder im November 2023. Für die Einführung
gab es hauptsächlich zwei Begründungen, die beide nicht haltbar sind.
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„Durch die reduzierte Bargeldverfügbarkeit von Asylbewerber*innen,
soll verhindert werden, dass sie Geld in ihre Heimatländer
schicken.“
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Diese Annahme ist aber falsch, wie eine aktuelle Studie des
Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, basierend auf
repräsentativen Haushaltsbefragungen des Sozioökonomischen
Panels (SOEP), zeigt. Nur sieben Prozent der Geflüchteten senden
Geld ins Ausland – Tendenz sinkend.
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"Es soll weniger Verwaltungsaufwand für die Kommunen sein, weil die
bisherigen Bargeld- Auszahlungen wegfallen und das Geld stattdessen
überwiesen wird.“
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Sehr viele Kommunen lehnen die Einführung der Bezahlkarte ab,
weil sie einen Mehraufwand für die Kommunen darstellt.
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Manuela Skotnik aus dem Fachbereich Arbeit und Soziales in
Mannheim sagt: „Der Aufwand ist enorm. Unserer Einschätzung nach
wird er auch auf Strecke höher bleiben als zuvor.“
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Schätzungsweise wird die Bezahlkarte jährlich 68 Mio € an
zusätzlichem Verwaltungsaufwand kosten.
Wie wird sich die Bezahlkarte perspektivisch entwickeln?
Die Einführung der Bezahlkarte ist nicht nur ein rassistisches
Instrument, das Menschen, die vor Armut und Krieg geflohen sind, in
ihrer Integration in Deutschland hindern soll, sondern sie muss auch
generell im Kontext der immer weiter ansteigenden rechts-konservativen
politischen Stimmung gesehen werden. In Hamburg soll die Bezahlkarte
nun auch für andere Sozialleistungsempfangende ausgeweitet werden. Es
kann davon ausgegangen werden, dass sich dieses System immer weiter
durchziehen wird. Wir sehen hier eine immer weitere Stigmatisierung
von Menschen, die hilfsbedürftig sind. Statt Hilfe und Unterstützung
anzubieten, wird immer weitere Ausgrenzung betrieben.
Kontakt & Spenden
Wir sind eine offene Struktur und treffen uns regelmäßig zur Abstimmung
der weiteren Schritte. Hast du Interesse gegen die Bezahlkarte aktiv zu
werden? Dann komme zu einem unserer nächsten Treffen oder nehme Kontakt
zu uns auf.
Kontakt
Spenden
Röm.-Kath.
Kirchengemeinde Heidelberg
DE77 6725 0020 0001 2061 76
Zweck: Gutschein 2813-GU-MA
Der Verwendungszweck ist wichtig, sonst kann die Spende nicht zugeordnet
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