Gutschein gegen Bargeld tauschen

Du bekommst die Bezahlkarte und nur 50 € Bargeld im Monat? Wenn du mehr Bargeld brauchst, dann lass uns tauschen!

  1. Kaufe einen Gutschein in den Geschäften Aldi, Lidl, Edeka, Kaufland, Rewe oder DM für 50€
  2. Bringe den Gutschein zu einer Tauschstelle!
    Hier bekommst du für die Gutscheine Bargeld.

Wo?

Diakoniekirche Luther
Lutherstraße 2-4
68169 Mannheim

Wann?

Jeden 2. Mittwoch im Monat von 16:30 Uhr bis 19:00 Uhr.

Die nächsten Termine:

Gutscheinausgaben

Du bist solidarisch mit Menschen mit Bezahlkarte und magst bei unseren Aktionen mitmachen? Hol dir deinen Einkaufsgutschein bei einer unserer Ausgabestellen!

Wo gibt es Gutscheine?

ewwe longt´s
Kobellstraße 20
68167 Mannheim

Freitag 19:00 - 22:00 Uhr

Basement Bikes
Werftstraße 29
68159 Mannheim

Dienstag 10:00 - 13:00 Uhr, 14:00 - 18:00 Uhr
Donnerstag 16:00 - 20:00 Uhr

Café Arranca im ASV Mannheim
Beilstraße 12
68159 Mannheim

Jeden 3. Sonntag im Monat ab 19:00 Uhr

Je nach Verfügbarkeit gibt es meist Guscheine von Aldi, Lidl, Edeka, Kaufland, Rewe oder DM für 50€

Stellungnahme der Initiative
‚Bezahlkarte Stoppen Mannheim‘

Seit Ende 2024 wird deutschlandweit die Bezahlkarte für geflüchtete Menschen, die unter das 'Ayslbewerberleistungsgesetz' fallen, eingeführt. Die Einführung der Bezahlkarte führt sowohl auf Seiten der Geflüchteten, als auch auf der der Verwaltung zu enormen Problemen und wird von Flüchtlingsorganisationen insgesamt als rassistisches Instrument beschrieben. Deswegen haben wir uns in Mannheim als Initiative ‚Bezahlkarte Stoppen Mannheim‘ gegründet, um Tauschbörsen zu organisiert, den Geflüchteten zu helfen und uns gegen diese rassistische Symbolpolitik zu wehren.

WeiterlesenWeniger anzeigen

Was ist die Bezahlkarte?

Geflüchtete, die unter das 'Asylbewerberleistungsgesetz' fallen, bekommen das Geld, das ihnen zusteht über die Bezahlkarte, statt Bar oder auf ein Konto. Die Bezahlkarte sieht aus wie eine normale EC-Karte, funktioniert aber ganz anders. Es können monatlich nur 50€ Bargeld abgehoben werden und Überweisungen sind nur sehr eingeschränkt möglich. Diese Einschränkungen sind massiv hinderlich für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und gelungene Integration.

Warum ist die Bezahlkarte problematisch?

Egal ob auf dem Flohmarkt, auf dem Wochenmarkt oder für das Pausenbrot der Kinder in der Schule - Bargeld ist in Deutschland enorm wichtig und die Einschränkung von 50€ pro Person eine unnötige Erschwerung des Lebens und pure Diskriminierung. Zudem akzeptieren nicht alle Läden die Bezahlkarte als Zahlungsmittel. Auch Überweisungen sind in allen Lebensbereichen unumgänglich. Der Mitgliedsbeitrag in einem Verein, das Deutschlandticket, der Stromanbieter - um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können, brauchen wir die Möglichkeit Überweisungen tätigen zu können, doch mit der Bezahlkarte ist dies - wenn überhaupt - nur nach expliziter Freigabe möglich und baut damit enorme Integrationshürden auf, statt ab. Ständige technische Fehler, datenschutzrechtliche Probleme oder rechtswidrige Gebühren sind nur ein paar von vielen Problemen, die es mit der Bezahlkarte gibt, ganz zu schweigen von einem enormen Mehraufwand der Verwaltungen.

Warum wurde die Bezahlkarte eingeführt?

Beschlossen wurde die Einführung der Bezahlkarte vom Bund und von den Ministerpräsidenten der Länder im November 2023. Für die Einführung gab es hauptsächlich zwei Begründungen, die beide nicht haltbar sind.

  1. „Durch die reduzierte Bargeldverfügbarkeit von Asylbewerber*innen, soll verhindert werden, dass sie Geld in ihre Heimatländer schicken.“

    • Diese Annahme ist aber falsch, wie eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, basierend auf repräsentativen Haushaltsbefragungen des Sozioökonomischen Panels (SOEP), zeigt. Nur sieben Prozent der Geflüchteten senden Geld ins Ausland – Tendenz sinkend.
  2. "Es soll weniger Verwaltungsaufwand für die Kommunen sein, weil die bisherigen Bargeld- Auszahlungen wegfallen und das Geld stattdessen überwiesen wird.“

    • Sehr viele Kommunen lehnen die Einführung der Bezahlkarte ab, weil sie einen Mehraufwand für die Kommunen darstellt.
    • Manuela Skotnik aus dem Fachbereich Arbeit und Soziales in Mannheim sagt: „Der Aufwand ist enorm. Unserer Einschätzung nach wird er auch auf Strecke höher bleiben als zuvor.“
    • Schätzungsweise wird die Bezahlkarte jährlich 68 Mio € an zusätzlichem Verwaltungsaufwand kosten.

Wie wird sich die Bezahlkarte perspektivisch entwickeln?

Die Einführung der Bezahlkarte ist nicht nur ein rassistisches Instrument, das Menschen, die vor Armut und Krieg geflohen sind, in ihrer Integration in Deutschland hindern soll, sondern sie muss auch generell im Kontext der immer weiter ansteigenden rechts-konservativen politischen Stimmung gesehen werden. In Hamburg soll die Bezahlkarte nun auch für andere Sozialleistungsempfangende ausgeweitet werden. Es kann davon ausgegangen werden, dass sich dieses System immer weiter durchziehen wird. Wir sehen hier eine immer weitere Stigmatisierung von Menschen, die hilfsbedürftig sind. Statt Hilfe und Unterstützung anzubieten, wird immer weitere Ausgrenzung betrieben.

Kontakt & Spenden

Wir sind eine offene Struktur und treffen uns regelmäßig zur Abstimmung der weiteren Schritte. Hast du Interesse gegen die Bezahlkarte aktiv zu werden? Dann komme zu einem unserer nächsten Treffen oder nehme Kontakt zu uns auf.

Kontakt

Spenden

Röm.-Kath.
Kirchengemeinde Heidelberg
DE77 6725 0020 0001 2061 76
Zweck: Gutschein 2813-GU-MA

Der Verwendungszweck ist wichtig, sonst kann die Spende nicht zugeordnet werden!